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Freitag, 7. September 2012
Highway to Hel :-)


Nach den Tagen in Warschau gings mit dem Zug sieben Stunden in Richtung Norden: Eine Woche waren wir in Soppot. Unser "Highway to Hel" war eine Bootsfahrt von Soppot an die östliche Spitze der Halbinsel Hel, dort waren wir einen Nachmittag lang im gleichnamigen Ort.

Es ist ja nicht so schlimm, dass der Ort Hel ein für Touristen schön gepflegtes Fischerdorf voller Andenkengeschäfte ist. Aber dass man kaum eine Minute gehen konnte, ohne von einer motorisierten Touristenrikscha vom Weg abgedrängt zu werden, hat wirklich genervt.

Kaum 500 Meter weg von der Ortsmitte beginnt dann schon fast die typische Ostseeidylle mit Kiefernwäldern und feinen Sandstränden:



Ja, da gibt es wirklich schöne Flecken und wenn man mit dem Rad unterwegs ist, kommt man sicher auch an Orte, an denen man seine Ruhe hat. Die Idylle auf dem Bild oben ist allerdings nur die halbe Wahrheit. 10 Meter von dort, wo das Bild oben aufgenommen wurde, sieht es so aus:



Man stolpert alle hundert Meter auf Bunker und Reste von Kanonen aus dem zweiten Weltkrieg, ebenso Bauten, die nach dem Krieg von den Russen dort errichtet wurden. Die alten Geschützstellungen stehen wohl unter Denkmalschutz, aber sie sehen größtenteils nicht aus wie Gedenkstätten, sondern so als hätte sich niemand verantwortlich gefühlt, die großen Mengen von Beton und Eisen wegzuräumen. Man lässt den Kram einfach verrotten (was beim Beton wohl noch eine Weile dauern wird).

Gerhard

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